Battlestar Galactica – Das Browsergame

Battlestar Galactica Ich erinnere mich nur zu gut an die Serie Kampfstern Galactica. In meiner Jugend war das ein wirkliches Highlight im Fernsehen. Eine Gruppe von Menschen auf der Suche nach dem Planeten Erde, konfrontiert mit den bösen Zylonen. Weltraumgefechte, Bodengefechte, Außeridische, Drama, was will man mehr?

Das Browsergame jedenfalls ist kostenlos und ohne größeren Download (bis auf die Ladezeiten) direkt spielbar. Die Installation des benötigten Videoplayer-Plugins erfolgt direkt beim ersten Login – dann kann es auch schon losgehen:

Der Einstieg

Man wählt seine Rasse: Mensch oder in meinem Fall Zylone, und startet anschließend in einem kleinen Abfangjäger der niedrigsten Stufe (450 Hitpoints). Drei Waffenslots, zwei Computerslots, zwei Antriebsslots, zwei Hüllenslots. In diesen Slots können entsprechende Gegenstände plaziert werden: Autokanonen, Raketenwerfer oder Mining-Laser in den Waffenslots, energiebringende Computer, elektronische Gegenmaßnahmen, Boost-Items für die Flotte in den Computer Slots, Antrieb+, Boost+, Ausweichen in den Antriebsslots, Panzerplatten für mehr HP, Reparatursysteme etc. in den Hüllenslots, und vieles mehr.

Man merkt schon an diesen Schiffs-Slots, es läuft auf Gegner töten und/oder Asteroiden minen hinaus. Die Asteroiden benötigt man für folgende Rohstoffe: Titan für die Schiffsreparaturen, Tylium um neue Gegenstände zu kaufen (Ausrüstung oder neue Schiffe) und Wasser, welches in Cubits umgetauscht werden kann – die Ingame Währung in Battlestar Galactica. Um erfolgreich minen zu können muss man Asteroiden vorher mit einem Scanner auf ihren Rohstoffgehalt prüfen. Das benötigt Energie, die langsam wieder auflädt, so das man alle x Sekunden einen Asteroiden scannen kann.Während dem Abbau von Rohstoffen können wahllos NPCs spawnen, mit einem Level entsprechend dem Level des Systems, und einen angreifen.

Die Steuerung

Hier kommt eine recht gute Steuerung ins Spiel. Mit W, A, S, D kann das Schiff wie ein Flugzeug schnell in eine Richtung gedreht werden (W und S natürlich invertierbar). Zusätzlich wird die Maus zum Feinjustieren benutzt: Linksklick schwenkt nur die Kamera um sich umzusehen, Rechtsklick steuert das Schiff in die geklickte oder gedrückt gehaltene Richtung. Mausrad gibt oder nimmt Schub. Space ist der Afterburner, hier Booster genannt. Geschossen wird automatisch sobald die Gegner in Waffenreichweite sind. Je  nach Waffensystemen etwas früher oder später. Raketen bilden eine Ausnahme, diese müssen manuell abgefeuert werden.

Das Gameplay

Ein Sektor besteht aus mehreren Asteroidengürteln und einem Basisstern (50.000 HP) bzw. Aussenposten (30.000 HP). Sobald eine solche Basis in einem Sektor errichtet worden ist gehört der Sektor der jeweiligen Fraktion. Diese Riesenschiffe bringen zwei wichtige Sachen: Wenn man stirbt, spawnt man (generell ohne jeglichen Verlust von irgendwas) auf dem Basisschiff und ist somit im gleichen Sektor um sofort wieder in die Schlacht eingreifen zu können. Hat man keinen Aussenposten oder Stern im Sektor wird der nächstmögliche Sektor mit Aussenposten angeboten. Desweiteren sitzen Händler und/oder Questgeber auf diesen Stationen, die Questgeber auf dem Basisstern, die Händler auf beiden. Bei den Händlern kann repariert werden, man kann seine Waffen für Rohstoffe und/oder Cubits upgraden, Munition kaufen etc…Die Sektoren selbst können untereinander angesprungen werden, mit einem sogenannten FTL-Sprung, je nach System und Skills kann man dann 15 – x Sekunden nicht mehr schießen (bewegen geht noch), weil der Sprung gerade eingeleitet wird. Danach kommt ein Ladebildschirm und man spawnt im nächsten System. Wird ein Aussenposten zerstört ist das System herrenlos und wird nach einer gewissen Zeit dem jenigen zugeschrieben der die Oberhand behält. Nebst dem Basisschiff gibt es in solchen System noch bis zu sechs große Planetoiden die mit Minern bestückt werden können. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube diese Miner sind Vorraussetzung damit ein Aussenposten errichtet werden kann. Man kann sich in Gruppen zusammenschließen und als Flotte in den Systemen operieren. Für die Vernichtung von Basissternen bzw. Aussenposten ist das generell auch sehr empfehlenswert ;) XP werden aufgeteilt, Rohstoffe ebenfalls, je mehr Gruppenmitglieder, desto weniger Rohstoffe / XP bekommt man selbst.

Das Ganze erinnert mich irgendwie ein bißchen an EVE Online, nur das BSG (Battle Star Galactica) auf ein paar wenige Features davon beschränkt ist. Die Schiffe sind ähnlich ausrüstbar, nur das es statt Low, Mid, Highslots hier Waffen, Computer, Hülle und Antrieb gibt. Unten mittig befindet sich ein kreisrunder Radar, drum herum die Instrumente angeordnet. Rechts unten eine Art Inventarleiste mit Slots für diverse Items wie Booster, Reparaturmodule, Asteroidenscanner… Dann geht’s los mit “Beltratting” – in Asteroiden nach Rohstoffen farmen und plötzlich auftauchende NPCs vernichten. Systeme können nur durch einen Sprung dorthin erreicht werden. Nebst dem Beltratting gibts dann noch POS killen, áka Aussenposten vernichten. Oder wahllos in Systemen rumfliegen / campen und feindliche Spieler erledigen.

PVP

Gibt es auch. Man kann über einen Arena Button der Warteschlange beitreten und wird einem Gegner zugewiesen. Der Kampf findet in einer eigenen Instanz statt, in der Mitte befindet sich ein Asteroidenfeld das mindestens 1min lang gehalten werden muss, ausser der Gegner stirbt schon vorher. Wie die Zuweisung der Gegner hier funktioniert ist mir noch nicht ganz klar, ich hatte schon Level 1 Gegner auf Level 10 und dann widerum Gegner die höher waren als ich. Bei einem Sieg erhält man einige Rohstoffe, Munition etc. als Belohung.

Warum das Spiel letztlich doch nichts taugt

Weil es free to play ist? Nein, andere Spiele wie z.B. Teamfortress 2 haben gezeigt, das es auch F2P mit Spaßfaktor gibt. In Battlestar Galactica wird man mit steigendem Level mehr und mehr dazu verleitet im Itemshop etwas einzukaufen, weil es ohne einfach zu lange dauert. Für das gefarmete bzw. erkaufte Tylium bzw. die Cubits kann man sich im Laufe des Spiels mit steigendem Level neue Schiffe kaufen. Ab Level 10 gibt es neue Schiffe der Mittelklasse die größer sind als der leichte Startjäger. Allerdings kosten solche Schiffe z.B. 600.000 Tylium oder 600.000 Cubits, was nicht eben in ein paar Wochen verdient ist. Voller Enthusiasmus auf Level 1 gestartet, muss man früher oder später feststellen, das nebst den immergleichen Missionen, bei denen sich schlichtweg nur die Anzahl der Gegner / Asteroiden ändert, eigentlich kaum Abwechslung im Spiel ist. Wenn man nun nicht jeden Tag für mindestens 15-30 Minuten online sein kann, braucht man schon Monate um sich das nächstbessere Schiff zu erspielen. Es sei denn man investiert hart verdiente Euros in den Ingameshop und kauft sich all das was man haben möchte… Mit jedem Login wird einem auch nochmal der Shop und das tägliche Special Offer näher gebracht. Also was tun mit Level 10, grinden bis es kracht: vernichte Patroullien, vernichte NPCs, vernichte Aussenposten, scanne Asteroiden – REPEAT ! Auch wenn man das einige Tage schafft ist die Aussicht auf das nächste Schiff immer noch nicht viel besser geworden. Insofern musste ich ab Level 11 dann leider das Spielen aufgeben, weil mir die Eintönigkeit einfach den Rest gegeben hat. Hier ein kurzes PRO / CONTRA zum Spiel:

Pro:
- 3D Grafik für Browser eigentlich ganz gut
- Steuerung intuitiv und leicht zu bedienen
- unterschiedliche Möglichkeiten sein Schiff zu equippen

Contra:
- ständig die selben Missionen, nur die Anzahl der Gegner / Asteroiden steigt
- Itemshop: ohne größere Investitionen ist kaum ein effektives Hochleveln von 10+ möglich
- Werbescreen mit Angeboten nervt bei jedem Start des Spiels

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